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CeBIT 2010: Smartphones und ihre Gefahren


ESET-Umfrage: Sind Sie genauso smart wie Ihr Smartphone?

cebitlogo Laut Cell-news.com, haben im Jahr 2007 850.000 Briten ihr Handy die Toilette runtergespült. Als Hersteller von Sicherheitssoftware ist man machtlos, um Smartphones vor diesem Schicksal zu bewahren. In Bezug auf mobile Sicherheit sieht es zum Glück anders aus.


presse_umfrage_teaser ESET hat in den USA kürzlich eine Befragung unter Smartphone-Usern über deren Sorgen im Zusammenhang mit „Mobile Security“ in Auftrag gegeben. Insgesamt wurden über 1000 Leute befragt. 35 Prozent von ihnen gaben an, ein iPhone zu benutzen. Weitere 32 Prozent haben ein BlackBerry in Gebrauch. Geräte mit Android wurden der Befragung zufolge von fünf Prozent der Menschen eingesetzt. 28 Prozent besaßen andere Smartphones.

iPhone

Das iPhone zählt momentan zu den beliebtesten Smartphones weltweit. Doch wie sicher benutzen die Anwender ihr iPhone? ESET fand heraus, dass etwa 55 Prozent der iPhone-User ihr Gerät nicht sperren. Unter „sperren“ ist nicht die klassische SIM-Sperre gemeint, sondern das Telefon und die darauf befindlichen Inhalte an sich. In Anbetracht, dass sich immer mehr Leute mit ihrem iPhone bei Sozialen Netzwerken wie Facebook, Xing oder studiVz anmelden, könnte ein verloren gegangenes, unversperrtes iPhone zu einem echten Problem werden: Im schlimmsten Fall droht ein Identitätsdiebstahl. Zum Vergleich: 55 Prozent der BlackBerry-Anwender sichern ihr Telefon.

Betrachtet man alle anderen Smartphones (außer iPhone und BlackBerry), verwenden 60 Prozent der Besitzer ungesicherte und somit auch ungeschützte Smartphones.

presse_iphone_im_text_kleinAuch beim Thema Datensicherung deckt die ESET-Studie erschreckende Ergebnisse auf. Lediglich jeder vierte iPhone-User erstellt mit „MobileMe“ ein Backup seiner gespeicherten Daten. Das heißt allerdings nicht, dass Backups auch so häufig und so regelmäßig erstellt werden, wie es nötig wäre. Da Smartphones oft verloren gehen oder gestohlen werden, kann ein Datenverlust ohne Backup zu erheblichem Schaden führen. Doch dieses Problem ist nicht neu und auch nicht auf Smartphones beschränkt: Die Datensicherung wird bei PCs und Notebook von vielen Anwendern ebenso sträflich vernachlässigt.

Mobile Malware

Die Statistiken über Mobile-Malware und die „gefühlte Sicherheit“ sind überaus interessant. 39 Prozent der Befragten berichten von ihrer Sorge, dass ihr Smartphone mit schädlicher Software infiziert sein könnte. Lediglich 25 Prozent berichten, dass sie eine Antivirus-Software auf ihrem Gerät verwenden. Pikantes Detail: iPhone-Besitzern wird angeblich geraten, keine Antivirus-Software auf ihrem Telefon einzusetzen. Apple billige solche Software nicht - daher gäbe es auch keine legitimierten Antiviren-Programme für das iPhone. Und das, obwohl Apple bereits einige Male Spyware aus seinem eigenen App-Store entfernen musste. 41 Prozent der iPhone-Anwender sind aber sehr wohl besorgt vor potenzieller Malware und würden entsprechende Schutzsoftware begrüßen.

Einige wenige gaben sogar an, Antivirus-Software auf dem iPhone zu verwenden. Diese Anwender haben sich möglicherweise geirrt und verwechseln Anti-Phishing-Software mit klassischer Antivirus-Software.

Verschlüsselung

Fast 70 Prozent der Befragten verschlüsseln Passwörter auf ihrem Gerät nicht. Das ist besonders besorgniserregend: Gehen die Geräte verloren oder werden geklaut, können sich die neuen „Besitzer“ mit geeigneten Mitteln Zugang zu privaten Adressdaten, E-Mail-Accounts oder anderen sensiblen gespeicherten Informationen verschaffen.

Ohne Verschlüsselung wird es auch dem Datendiebstahl durch Malware sehr einfach gemacht. Schadprogramme nehmen mit entsprechenden Webseiten Kontakt auf und enttarnen die Passwörter in kürzester Zeit. Eine Verschlüsselung kann es womöglich nicht verhindern, aber den Zeitaufwand für das Decodieren enorm ansteigen lassen. Und es somit für Cyberkriminelle unattraktiv machen.

Applikationen und Shopping

43 Prozent gaben an, ihre Geräte mit zusätzlichen Programmen zu erweitern. Oftmals stammen diese Applikationen jedoch weder vom Hersteller des Geräts noch von einem Serviceprovider. Keine Frage, einige dieser Programme sind sicherlich vertrauenswürdig. Mobile Geräte folgen aber leider dem Pfad der PCs: Software wird ohne Evaluierung des Herstellers (und zuweilen auch illegal) installiert. Hier ist eine Malware-Infektion quasi vorprogrammiert. Dieses Sicherheitsrisiko wird sich in Zukunft zu einem echten Problem entwickeln, da sind sich Experten weltweit sicher.

Warum Hacker sich immer mehr auf Smartphones stürzen, belegen folgende Zahlen: 24 Prozent der Interviewten tätigen mit ihrem Smartphone Einkäufe. 31 Prozent nutzen ihre Geräte für das Online-Banking. Und sehr viele schreiben bzw. empfangen E-Mails, chatten und sind aktiv in Sozialen Netzwerken. Diese für Cyberkriminelle lukrativen Ziele gelten für ESET als wichtige Security-Gefahren 2010.

FAZIT

Zweifellos gibt es noch Nachholbedarf im sicheren Umgang mit den kleinen digitalen Alleskönnern. Ein defensives Verhalten ist für Smartphones ebenso angebracht wie für Computer. Bislang verschlüsseln beispielsweise nur 47 Prozent der Anwender, die ihr Smartphone sperren, auch ihre Passwörter. Lediglich 11 Prozent aller Smartphone-Besitzer sperren ihr Gerät, verschlüsseln ihre Passwörter, sind besorgt über mobile Malware und verwenden eine entsprechende Antivirus-Lösung.

Für Smartphones gibt es nur wenige Antiviren-Lösungen auf dem Markt, wie beispielsweise ESET Mobile Antivirus. Auf der CeBIT (Halle 11, D 36) präsentiert ESET die Nachfolger-Software „ESET Mobile Security“ als BETA-Version. Diese schützt Smartphones sowohl auf Windows Mobile-Basis als auch mit Symbian-Betriebssystemen zuverlässig mit proaktiven Erkennungsmethoden. Es kombiniert fortschrittlichste Erkennungsmethoden, eine Vielzahl an Funktionen und eine geringe Systembelastung. Die Software scannt alle Objekte, die sich auf dem Gerät befinden oder per Drahtlosverbindungen – Bluetooth, WLAN, Infrarot – empfangen werden. Die Sicherheit der Daten wird zusätzlich durch regelmäßige Updates und einen SIM-Karten-Abgleich erweitert.

 

Foto: Mit freundlicher Unterstützung von Apple