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Stürmischer Malware-September nur ein laues Lüftchen
Massenhaft produzierte Malware im Vormarsch
Die Virenexperten von ESET verzeichneten in ihrem Monatsbericht September 2008 einen erneuten Anstieg von kursierenden Viren, spektakuläre Malware-Wellen blieben jedoch aus. So schaffte es kein neuer Schädling in die Malware Top 10, Online-Gamer bleiben Zielgruppe Nummer 1 und der Anteil der Top 10-Viren schrumpfte auf zusammen 36 Prozent. Anscheinend setzen Virenautoren immer mehr auf schnell und massenhaft produzierte Viren, als auf pfiffige Schädlinge, die die Malware-Szene beherrschen könnten. Möglicherweise liegt hier aber auch ein Strategiewechsel der Cyberkriminellen vor, die auf ein künstliches Aufblähen von Signaturdatenbanken abzielen. Eine komplette Version des Berichtes können Sie hier herunterladen.
Hattrick von Win32/PSW.OnLineGames
Zum dritten Mal in Folge führt die Malware-Familie Win32/PSW.OnLineGames die monatlich veröffentlichte "Malware Top 10" von ESET an. Im Spetember 2008 verzeichnete ESETs ThreatSense.Net eine erneute Zunahme des Schädlings, der mit inzwischen 19,47% die Rangliste deutlich anführt. Seit Juli 2008 stieg die Infektionsrate von Win32/PSW.OnLineGames von 12,62% um über 50 Prozent an. Dies belegt, dass die Zielgruppe Online-Gamer nach wie vor hoch im Kurs der Virenautoren steht.
Win32/PSW.OnLineGames zeichnet sich durch Keylogger- und Rootkit-Eigenschaften aus, die Informationen über Onlinespiele und die dazugehörenden Zugangsdaten zu stehlen versucht. Üblicherweise werden die Daten dann an den Computer des Betrügers weitergeleitet und anschließend auf dem Schwarzmarkt zu Geld gemacht.
Malware-Tristesse: Viel Masse, wenig Klasse
Ein Blick auf die Malware Top 10 zeigt, dass die zehn "populärsten" Viren im September lediglich die Plätze tauschten. Weder konnten sich neue Schädlinge platzieren, noch konnten die Top 10-Viren in der Verbreitung zunehmen. Im Gegenteil: Alle Schädlinge der Top 10 kommen zusammen nur noch auf einen Anteil von 36 Prozent – Tendenz fallend.
Offensichtlich setzen Malwareautoren immer mehr auf Masse und immer weniger auf "Klasse" ihrer Schädlinge. Martin Siemens, Vertriebsdirektor von DATSEC, sieht darin einen möglichen Strategiewechsel: "Die Zunahme an Viren-Massenproduktion könnte darauf abzielen, die Signaturdatenbanken der Antivirenlösungen künstlich aufzublähen. So würde signaturbasierte Software schwerfälliger arbeiten oder wegen Überbelastung der Datenbank im Extremfall sogar ihre Schutzfunktion verlieren." Aus diesem Grund setzt ESET auf proaktive Technologien, die unabhängig von Signaturdatenbanken arbeiten und "Massenviren" in einem "Handstreich" beseitigen.
ESET engagiert sich noch stärker und weltweit im Kampf gegen Malware
ESET hat im September an mehreren wichtigen Sicherheitskonferenzen und -meetings teilgenommen, wie beispielsweise in Estland (Estonia CERT und ISOI5), wo Pierre-Marc Bureau und David Harley über das Storm-Bot und Anti-Malware-Testverfahren referierten, der Messaging Anti-Abuse Working Group, der Anti-Spyware Coalition und weitere. ESET ist der Ansicht, dass die Zeit vorbei ist, wo sich Hersteller von Sicherheitslösungen in Ihrem eigenen Elfenbeinturm vor dem Rest der Welt verschanzen. Daher geht ESET in die Offensive und engagiert sich in vielen Arbeitsgruppen, Gremien, Konferenzen und Meetings, um gemeinsame Lösungen im Kampf gegen Malware voranzutreiben. ESET weist immer wieder darauf hin, dass nur umfassende, vielschichtige und tiefgreifende Sicherheitssysteme sowie eine intensive Zusammenarbeit aller Hersteller letztlich zum Erfolg im Kampf gegen Malware führen wird.
Über die Malware-Bedrohungslage können Sie sich unter www.virusradar.com genauer und in Echtzeit informieren.
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