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Online-Gamer stark im Visier von Cyber-Kriminellen


Neue Studie zu aktuellen Bedrohungen im Juni 2008

Cyber-Kriminelle haben es besonders auf Online-Gamer abgesehen. Laut einer aktuellen Untersuchung durch ESET, den Hersteller von IT-Sicherheitslösungen wie NOD32 Antivirus und ESET Smart Security, zielen etwa 13 Prozent der Schad-Software auf die Computer dieser Spieler ab.

Überprüft wurden mehr als zehn Millionen Rechner-Systeme in aller Welt. Dabei hat sich gezeigt, dass dieser hohe Prozentsatz der Computer-Schädlinge zur Kategorie 'Win32/PSW.OnLineGames' gehört. Hierbei handelt es sich um eine Familie von sogenannten Trojanern, die etwa Tastatureingaben mitschneiden und so Passwörter ausspionieren. Laut dem Magazin 'Vnunet' gehören unter anderem auch Schädlinge zur Top 10, die Schwachstellen im Adobe Flash Player nutzen, um die Computer argloser Opfer zu infizieren.

Dass Online-Spieler besonders stark ins Visier der Cyber-Kriminellen geraten, liegt in ihrem Computer-Nutzungsverhalten begründet. Sie verfügen meist über technisch hochgerüstete, leistungsstarke Rechner, die rund um die Uhr eingeschaltet und ans Internet angeschlossen sind. Wird ein solcher Rechner von schädlichen Programmen infiltriert, kann das System 24 Stunden am Tag von den Kriminellen für ihre Zwecke missbraucht werden. Nicht selten werden solche Rechner von den Internet-Bösewichten gut gepflegt und zum Beispiel gegen Schädlinge der Konkurrenz abgeschottet. So können die Kriminellen sicherstellen, möglichst lange auf die für sie wichtigen Ressourcen zurückgreifen zu können.